Erbauung


Erbauung
Er|bau|ung 〈f. 20; unz.〉 innerl. Stärkung, Läuterung ● etwas zu seiner \Erbauung lesen, hören, tun

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Er|bau|ung, die; -, -en:
andächtige Erhebung des Gemüts; erhebende innere Stimmung:
etw. zur E. lesen.

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Erbauung,
 
Begriff der (christlichen) Frömmigkeit. Im Alten Testament, besonders im Sprachgebrauch der Propheten (z. B. Jeremia 33, 7), ist Erbauung das Auferbauen des Volkes Jahwes, im Neuen Testament der Aufbau der Gemeinde durch Gewinnung von Außenstehenden beziehungsweise durch Stärkung ihrer Mitglieder (u. a. 1. Korintherbrief 3, 10; Epheserbrief 2, 20). Erbauung erfolgt hier v. a. im Gottesdienst und gemeinschaftsbezogen. - In der christlichen Frömmigkeitsgeschichte wurde Erbauung zunehmend zur Bezeichnung des persönlichen Frömmigkeitserlebnisses des Christen, in dem er die Festigung und Stärkung (Auferbauung) seines Glaubens erfährt. Starke Impulse in dieser Richtung gingen vom Pietismus aus, wobei besonders die regelmäßige Lesung der Bibel (nach einem bestimmten Plan) als Mittel zur Erbauung bestimmend wurde.Darüber hinaus bildet seit der Frühzeit der Kirche die Lektüre von Erbauungsliteratur ein wesentliches Mittel individueller Erbauung.

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Er|bau|ung, die; -, -en: andächtige Erhebung des Gemüts; erhebende innere Stimmung: etw. zur E. lesen.

Universal-Lexikon. 2012.

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